

Abgasanlagen

Abgasanlagen sind aus Bauprodukten hergestellte Anlagen fr die Ableitung der Abgase von Feue- rungsaggregaten.


Absauganlagen

Absauganlagen haben die Aufgabe, brennbare, explosible oder gesundheitsschdigende Gase, Dmpfe, Nebel, Stube und andere Schadstoffe am Entstehungsort zu erfassen und abzufhren.


Abschottungen

Abschottungen sind feuerwiderstandsfhige Bauteile zum Verschliessen von Leitungsdurchfhrun- gen (z. B. elektrische Kabel, Rohre, Lftungskanle), Bauteilfugen und Durchbrchen in brandab- schnittsbildenden Bauteilen.


Abwehrender Brandschutz

Der abwehrende Brandschutz ist primr eine Aufgabe der Feuerwehr. Zum abwehrenden Brand- schutz zhlt alles, was die Feuerwehr im Ereignisfall unternehmen um Personen zu retten, die Um- welt und Sachwerte zu schtzen, den Brand zu lschen oder Begleitschden zu verringern.


Abweichungen

Anstelle vorgeschriebener Brandschutzmassnahmen knnen alternativ andere Brandschutzmass- nahmen als Einzel- oder Konzeptlsung treten, soweit fr das Einzelobjekt das Schutzziel gleich- wertig erreicht wird. ber die Gleichwertigkeit entscheidet die Brandschutzbehrde.


Akkreditierung

Bescheinigung der Fhigkeit einer Bewertungsstelle, nach anerkannten Anforderungen zu prfen, zu berwachen oder zu zertifizieren.


Aktivierungsgefahr

Aktivierungsgefahr entsteht durch Zndquellen aller Art, die durch ihre Wrme- oder Zndenergie in der Lage sind, einen Verbrennungsvorgang auszulsen. Zndquellen sind nutzungsabhngig. Die Aktivierungsgefahr ist als statistischer Erfahrungswert massgebend fr die Eintretenswahrschein- lichkeit eines Brandes.


Anerkannte Konstruktionen

Als von der VKF anerkannte Konstruktionen gelten Konstruktionen, welche aus mehreren Baupro- dukten bestehen und in der vorgesehenen Anordnung zueinander geforderte Schutzziele erreichen.


Anerkennung VKF

Hoheitlicher Akt der Brandschutzbehrde, Brandschutzprodukte und im Brandschutz ttige Fachfir- men bezglich ihrer Anwendbarkeit und Eignung nach den Schweizerischen Brandschutzvorschrif- ten VKF zu beurteilen und zu anerkennen.


Anlagen

Als Anlagen gelten Installationen, Maschinen, Apparate, Behlter, Pumpen, Zapfstellen, Werkzeuge usw., die dem Umgang mit gefhrlichen Stoffen und deren Lagerung dienen.


Anwender

Der Anwender ist die Person, die Nachweisverfahren ausfhrt und ber entsprechendes Methoden-, Modell- und Fachwissen verfgt.


Atrium (Bauten mit Atrien)

Atriumbauten sind Bauten und Anlagen mit berdachten Innenhfen, welche mindestens eine der folgenden Bedingungen erfllen:

?      die  ber  mehrere  Geschosse  zusammenhngende  Brandabschnittsflche  betrgt  mehr  als
3600 m2;

?      das Atrium dehnt sich ber mehr als 3 Geschosse aus;

?      die Atriumhhe betrgt mehr als 11 m.


Aussenwandkonstruktionen

Die Aussenwandkonstruktionen bestehen aus der eigentlichen Aussenwand, der darauf angebrach- ten Aussenwandbekleidung sowie allflligen Innenbekleidungen.


Aussen angebrachte Gewebe und Folien

Gewebe und Folien, welche auf der Aussenseite einer Aussenwandkonstruktion angebracht sind und primr fr dekorative Zwecke dienen ohne selbst Bestandteil der Aussenwandkonstruktion zu sein.


Bauliches Konzept

Die Schutzziele werden durch bauliche Brandschutzmassnahmen erreicht. Nutzungsbezogen kn- nen technische Brandschutzmassnahmen erforderlich sein.


Bauprodukte

Als bergeordneter Begriff fr Baustoffe und Bauteile wird, analog den europischen Klassifizie-
rungsnormen zum Brandverhalten, teilweise auch der Begriff Bauprodukte verwendet.


Baustoffe

Als Baustoffe gelten alle fr die Herstellung von Bauten, Anlagen und Bauteilen sowie fr den Aus- bau verwendeten Materialien, an deren Brandverhalten Anforderungen gestellt werden.


Bauteile

Als Bauteile gelten alle Teile eines Bauwerks, an deren Feuerwiderstand Anforderungen gestellt werden.


Bauten und Anlagen

Als Bauten und Anlagen gelten Gebude, Fahrnisbauten sowie bauliche Anlagen (offene Produkti- onsanlagen in der Chemischen Industrie, Masten usw.).


Bedachung1

Bekleidungs- und Abdichtungssystem eines Gebudes einschliesslich etwaiger Wrmedmmschich- ten oder Dampfsperren, blicherweise auf ihrer tragenden Unterlage einschliesslich Befestigungs- material (Verklebung, mechanischer Befestigung usw.) um die Wetterdichtheit sicherzustellen.

Terrassenbden gelten nicht als Bestandteil der Bedachung, wenn sie auf der Oberseite der Dach- konstruktion angebracht sind und primr dem Schutz der darunter liegenden Bedachung dienen.


Befrderungsanlagen

Als Befrderungsanlagen gelten alle ortsgebundenen Frdereinrichtungen, bei denen ein Frdermit- tel lngs einer oder mehrerer Fhrungen bewegt wird (z. B. Aufzugsanlagen, Fahrtreppen).


Behlterarten

Als Gebinde gelten Behlter wie Kannen und Fsser mit einem Nutzvolumen bis 450 Liter (l). Als Kleintanks gelten Behlter mit einem Nutzvolumen von mehr als 450 l bis 2000 l.
Als mittelgrosse Tanks gelten Behlter mit einem Nutzvolumen von mehr als 2000 l bis 250000 l.

Als Grosstanks gelten vertikale zylindrische Behlter aus Stahl mit flachem Boden (Stehtanks) und einem Nutzvolumen ber 250000 l.


Behlterlager

Die Ware wird in stapelbaren Lagerhilfen (z. B. Paletten mit Aufsetzrahmen, Gitterboxen) ohne seit- lichen Abstand zwischen den Einheiten gelagert.


Beherbergungsbetriebe

[a] Insbesondere Krankenhuser, Alters- und Pflegeheime, in denen dauernd oder vorbergehend
20 oder mehr Personen aufgenommen werden, die auf fremde Hilfe angewiesen sind;

[b] insbesondere  Hotels,  Pensionen  und  Ferienheime,  in  denen  dauernd  oder  vorbergehend
20 oder mehr Personen aufgenommen werden, die nicht auf fremde Hilfe angewiesen sind;

[c] insbesondere abgelegene, nicht vollstndig erschlossene Beherbergungsbetriebe, in denen dau- ernd oder vorbergehend 20 oder mehr ausschliesslich berggngige Personen aufgenommen werden.


Behindertenaufzge

Behindertenaufzge sind Anlagen die fr den Transport von Personen mit eingeschrnkter Beweg- lichkeit bestimmt sind.








1     Fassung gemss Beschluss IOTH vom 22. September 2016


Bemessungsbrand

Der Bemessungsbrand ist derjenige Brand, der dem Bemessungsbrandszenario zu Grunde liegt. Der Bemessungsbrand wird im Normalfall ber folgende Parameter definiert:
a  Heizwert;
b  Energiefreisetzungsrate;
c  Produktionsrate toxischer Gase;
d  Rauchausbeuterate;
e  Brandgrsse und Ausbreitungsrate des Brandes;
f   Flammenhhe;
g  (dreidimensionale) Lage des Brandes.


Bemessungsbrandszenario

Das Bemessungsbrandszenario ist ein theoretisches, aber durchaus mgliches Szenarium, das eine
Vielzahl denkbarer Brandszenarien auf der sicheren Seite erfasst.

Das Bemessungsbrandszenario setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

a  Umgebung;
b  Gebude;
c  Bemessungsbrand.

Grundstzlich sind niedrig- und hochenergetische Bemessungsszenarien festzulegen.

Wo fr die konkrete Fragestellung die maximalen Temperaturen eines Brandes massgebend sind, reicht die Betrachtung hochenergetischer Bemessungsszenarien.


Blitzschutzsysteme

Blitzschutzsysteme leiten den Blitzstrom auf ungefhrlichen Bahnen in die Erde. Sie bestehen aus Massnahmen fr den usseren Blitzschutz (z. B. Fangleiter, Ableitungen, Erdungen) sowie aus Massnahmen fr den inneren Blitzschutz (z. B. Potentialausgleich, berspannungsschutz).


Blocklager

Die Ware wird in Scken, Ballen, Kartonschachteln, Containern und Kisten, in der Regel mehrlagig gestapelt und ohne nennenswerte seitliche Zwischenrume gelagert.


Brandabschnitte

Brandabschnitte sind Bereiche von Bauten und Anlagen, die durch brandabschnittsbildende Bautei- le voneinander getrennt sind.


Brandabschnittsbildende Bauteile

Brandabschnittsbildende Bauteile sind raumabschliessende Bauteile wie Brandmauern, brandab- schnittsbildende Wnde und Decken, Brandschutzabschlsse und Abschottungen. Sie mssen den Durchgang von Feuer, Wrme und Rauch begrenzen.


Brandabschnittsbildende Wnde und Decken

Brandabschnittsbildende Wnde und Decken sind Bauteile, die Bauten und Anlagen in Brandab- schnitte unterteilen.


Brandbelastung

Die Brandbelastung entspricht der Wrmemenge smtlicher brennbarer Materialien eines Brandab- schnittes, bezogen auf seine Grundflche. Sie ist die Summe aus mobiler und immobiler Brandbe- lastung, ausgedrckt in MJ/m2 Brandabschnittsflche.

Unbercksichtigt bleiben Stoffe, die in einer Form eingebaut, verarbeitet oder gelagert werden, die eine Entzndung whrend der geforderten Feuerwiderstandsdauer ausschliesst.


Brandfallsteuerung

Ein von einer technischen Brandschutzeinrichtung (Brandmelde-, Sprinkleranlage usw.) im Brandfall automatisch angesteuerte oder in Betrieb gesetzte Brandschutzeinrichtung, welche zur Erreichung eines sicheren Zustandes im Brandfall bewegt werden muss wie:

?      Schliessen von Brandschutzabschlssen;
?      ffnen von Entrauchungsffnungen;
?      Einschalten von Rauch- und Wrmeabzugsanlagen;
?      Ausserbetriebsetzung von Befrderungsanlagen.


Brandfallsteuerung (Befrderungsanlagen, Phase 1)

Evakuationssteuerung, welche smtliche Funktionen der Normalsteuerungen bersteuert. Die vom Benutzer in der Kabine eingeleitete Fahrt wird gelscht und die Kabine automatisch in die Evakuie- rungsetage gesteuert. Alle Innen- und Aussenrufe, sowie Trsteuersignale werden unwirksam. Die Kabine bleibt mit geffneter Tre in der Evakuierungsetage stehen, bis die Brandfallsteuerung mit- tels Schlsselschalter in der Feuerwehr-Angriffsebene zurckgestellt wird. Die Brandfallsteuerung aktiviert die Sicherheitsstromversorgung, die Gegensprechanlage sowie die Dauerbeleuchtung von Schacht  und  Motorenraum.  Die  Sicherheitsstromversorgung  wird  ber  die  Brandmeldeanlage und / oder ber den Schlsselschalter auf der Feuerwehr-Angriffsebene aktiviert.


Brandgefahr

Brandgefahr meint, dass durch einen Brand verursachte, mgliche Schadensausmass (Personen- oder Sachschden).

Nutzungsbedingt zu bercksichtigen sind Faktoren wie:

?      mobile Brandbelastung;
?      Brenn- und Qualmverhalten der Stoffe;
?      toxische und korrosive Eigenschaften von Brandgasen. Gebudebedingt zu bercksichtigen sind Faktoren wie:
?      immobile Brandbelastung;
?      Grsse, Grundflche und Hhe von Bauten, Anlagen oder Brandabschnitten;
?      Zahl der Geschosse.


Brandgefhrdung

Brandgefhrdung ergibt sich aus dem Verhltnis der mglichen Brandgefahren zu den dagegen ge- troffenen Schutzmassnahmen (Schadenerwartung).


Brandmauern
Brandmauern sind gebudetrennende, standfeste und feuerwiderstandsfhige Bauteile. Brandmauern sind vertikal durchgehend im Ausmass der jeweils hheren Aussenwandkonstruktion
der zusammengebauten Bauten und Anlagen auszufhren und bis unmittelbar unter die oberste
Schicht der Bedachung oder an die Aussenwandbekleidung zu fhren.

Die Standfestigkeit ist sicherzustellen und muss auch bei einem einseitigen Einsturz der Konstrukti- on von Bauten und Anlagen erhalten bleiben.

Der Feuerwiderstand richtet sich nach der Nutzung, der Gebudegeometrie sowie der immobilen und mobilen Brandbelastung.

Werden gemss der kantonalen Baugesetzgebung Brandmauern auf der Parzellengrenze verlangt, sind diese gemss den Angaben in der Brandschutzerluterung Brandmauern auszufhren.


Brandmeldeanlagen (BMA)

Brandmeldeanlagen haben einen entstehenden Brand selbstttig festzustellen und zu signalisieren sowie gefhrdete Personen und die Feuerwehr zu alarmieren. Sie knnen zur Ansteuerung und In- betriebsetzung von Brandschutzeinrichtungen eingesetzt werden.


Brandriegel

Brandriegel sind horizontal oder vertikal angeordnete Schutzstreifen innerhalb der Dmmebene von Wrmedmmverbundsystemen, welche die unkontrollierte Brandausbreitung innerhalb der Dmm- ebene verhindern.


Brandrisiko

Das Brandrisiko ist das Produkt aus Brandgefhrdung (Schadenerwartung) und Aktivierungsgefahr
(Eintretenswahrscheinlichkeit).


Brandschutzabschlsse

Brandschutzabschlsse sind feuerwiderstandsfhige bewegliche Bauteile (z. B. Tren, Fenster, To- re, Deckel, Aufzugsschachttren) zum Abschliessen von Durchgngen und ffnungen in brandab- schnittsbildenden Bauteilen.


Brandschutzabstnde

Als Brandschutzabstand zwischen Bauten und Anlagen gilt der Abstand, der fr einen ausreichen- den Brandschutz mindestens einzuhalten ist.


Brandschutzanstriche

Brandschutzanstriche verbessern die brandschutztechnischen Eigenschaften von Bauprodukten. Sie  knnen  das  Brandverhalten  (Entzndbarkeit,  Flammenausbreitung  usw.)  von  Baustoffen und / oder den Feuerwiderstand von Bauteilen (Dmmschichtbildende Brandschutzsysteme usw.) verbessern.


Brandschutzbehrde

Die Brandschutzbehrde berwacht die Einhaltung der Brandschutzvorschriften und prft die brand- schutzrelevanten Konzepte und Nachweise auf Vollstndigkeit, Nachvollziehbarkeit und Plausibilitt.


Brandschutzkonzept

Ein Brandschutzkonzept beinhaltet die aufeinander abgestimmten, objektbezogenen Einzelmass- nahmen aus dem vorbeugenden baulichen sowie technischen Brandschutz, dem organisatorischen und dem abwehrenden Brandschutz. Unter Bercksichtigung insbesondere der Nutzung, des Brand- risikos und des zu erwartenden Schadenausmasses werden im Brandschutzkonzept die Einzelkom- ponenten und ihre Verknpfungen im Hinblick auf die Schutzziele beschrieben und stellen somit ei- ne zielorientierte Gesamtbewertung des Brandschutzes fr das betreffende Bauvorhaben dar.

Ein Brandschutzkonzept hat immer einen Bezug zu einem bestimmten Planungsstand. Es muss im Laufe der Planung und Realisierung bei wesentlichen nderungen, sptestens aber mit der Schlussabnahme berprft und falls notwendig nachgefhrt werden.

Das nachgefhrte Brandschutzkonzept ist Teil der Revisionsunterlagen Brandschutz.


Brandschutznachweis

Ein Brandschutznachweis ist eine vollstndige, nachvollziehbare und plausible Besttigung der ge- planten baulichen, technischen, organisatorischen oder abwehrenden Brandschutzmassnahme in einem Standardkonzept der Brandschutzvorschriften oder in einem Brandschutzkonzept.


Brandschutzplne

Brandschutzplne visualisieren detailliert die baulichen, technischen und vorbeugenden Brand- schutzmassnahmen eines Brandschutzkonzeptes.

Brandschutzplne haben immer einen Bezug zu einem bestimmten Planungsstand. Sie mssen im Laufe der Planung und Realisierung bei wesentlichen nderungen, sptestens aber mit der Schlussabnahme berprft und falls notwendig nachgefhrt werden.

Nachgefhrte Brandschutzplne sind Teil der Revisionsunterlagen Brandschutz.


Brandschutzplatten

Brandschutzplatten (BSP) sind plattenfrmige und feuerwiderstandsfhige Bekleidungen mit einer
Klassifizierung gemss der Brandschutzrichtlinie Baustoffe und Bauteile, Ziffer 3.1.11 (K) oder
3.2.4 (F) oder gemss  Ziffer 4.3 als Anwendung von allgemein anerkannten Bauprodukten mit an-
erkannten Feuerwiderstandsdauer. Sie schtzen das darunterliegende Material whrend der Klassi- fizierungszeit oder Feuerwiderstandsdauer vor Entzndung und unzulssiger Erwrmung.


Brandschutzprodukte

Brandschutzprodukte sind Produkte wie Abgasanlagen, Baustoffe, Bauteile, Teile von Lufttechni- schen Anlagen und technischen Brandschutzeinrichtungen, Lschgerte sowie Feuerungsaggrega- te, an welche brandschutztechnische Anforderungen gestellt werden.


Brandverhaltensgruppen

Die Zuordnung der Baustoffe zu den entsprechenden Brandverhaltensgruppen (RF1  RF4) ist in
der Brandschutzrichtlinie Baustoffe und Bauteile geregelt.


Brandverlauf

Der Brandverlauf beschreibt die einzelnen Phasen eines Brandes.

Wo fr die konkrete Fragestellung notwendig, ist der Brandverlauf in folgende Phasen zu untertei- len:

a  Initiierungsphase; b   Wachstumsphase; c  Vollbrandphase;
d  Abklingphase;
e  Brandende (es wird keine Energie mehr freigesetzt).


Brennbare Flssigkeiten

Brennbare  Flssigkeiten  werden  nach  ihren  brand-  und  explosionstechnischen  Eigenschaften
(z. B. Flammpunkt) in die Gefahrklassen Entz. Fl.1, Entz. Fl.2 und Entz. Fl.3 eingeteilt.


Bro- und Gewerbebauten

Als Bro- und Gewerbebauten gelten insbesondere Verwaltungs-, Schul- und Industriebauten, Steuer- und Rechenzentralen, Produktions-, Lager-, Kommissionier- und Speditionsrume mit den dazugehrenden betriebstechnischen Anlagen und Einrichtungen.


Dachkonstruktionen1

Als Dachkonstruktionen gelten Flach-, Steil-, Kuppel- und Tonnendcher usw. deren Neigung um mehr als 10 von der Vertikalen abweicht.

Dachkonstruktionen bestehen aus dem Dach sowie der darauf angebrachten Bedachung.


Dmmschichtbildende Brandschutzsysteme

Brandschutzanstriche, welche im Brandfall durch die thermische Beaufschlagung aufschumen (in- tumeszierend) und so eine Dmmschicht bilden, welche das durch sie geschtzte Bauteil vor einer raschen Erwrmung schtzt und dadurch dessen Feuerwiderstand gewhrleistet.


Dauerwrmebestndige Produkte

Als dauerwrmebestndig werden Bauprodukte bezeichnet, deren brandschutztechnischen Eigen- schaften unter den am jeweiligen Verwendungsort vorherrschenden resp. bei bestimmungsgems- sem Betrieb auftretenden Temperaturen (? 85 C) nicht negativ beeinflusst werden.


Dokumentation

Die Dokumentation umfasst alle relevanten Unterlagen wie Bericht, Plne, Schemata usw., die zur vollstndigen und nachvollziehbaren Belegung notwendig sind.


Doppelfassaden (Bauten mit Doppelfassaden)

Doppelfassaden sind mehrschichtige Aussenwandkonstruktionen, welche aus einer Primr- und ei- ner Sekundrfassade bestehen.




1     Fassung gemss Beschluss IOTH vom 22. September 2016


Einliegerwohnung1

Als Einliegerwohnung wird eine zustzliche Wohnung in einem Einfamilienhaus bezeichnet, die ge- genber der Hauptwohnung von untergeordneter Bedeutung ist.

Aus der Funktion als untergeordnete Wohnung ergibt sich, dass die Einliegerwohnung nicht zwin- gend einen direkten Wohnungszugang vom Freien aus haben muss.


Einsatzdokumente

Die Einsatzdokumente fr die Feuerwehr (Brandschutznorm, Artikel 45) sind gemss kantonalen Vorgaben als vorbereitende Unterlagen fr die Feuerwehr zu erstellen. Dokumente, wie Objektda- ten, Adressliste, Zufahrtsplan, Gebudeplne oder Lagerlisten, ermglichen eine reibungslose Ab- wicklung eines Einsatzes.


Elektromagnetische Strquellen

Als elektromagnetische Strquellen gelten solche, die bezglich Frequenz und Feldstrke die Funk- tion von technischen Anlagen (Brandmeldeanlagen, Befrderungsanlagen usw.) beeinflussen kn- nen.


Entrauchung mit Lfter der Feuerwehr (LRWA)

Abstrmffnungen sind ins Freie fhrende ffnungen (z. B. ffnungen in Fassaden und Dchern, Schchte und Kanle fr die Abfhrung von Rauch und Wrme), die der Feuerwehr den Einsatz mobiler Rauch- und Wrmeabzugsgerte (z. B. Lfter der Feuerwehr, Heissgasventilatoren) ermg- lichen.

Einblasffnungen sind ffnungen durch die mittels Lfter der Feuerwehr Luft in einen Raum einbla- sen kann. Dies kann beispielsweise direkt durch eine Trffnung oder indirekt durch ein Treppen- haus bzw. einen Korridor erfolgen.


Errichter

Der Errichter ist ein qualifizierter Fachbetrieb, welcher ein Gewerk einer Baute oder Anlage fachge- recht erstellt.

Teilweise ist eine VKF-Anerkennung als Fachfirmen fr die Erstellung von Einrichtungen des techni- schen Brandschutzes (z. B. fr BMA, SPA) erforderlich.


Europische Technische Bewertung (ETB)

Bescheinigung, in welcher eine notifizierte Bewertungsstelle schriftlich besttigt, dass ein Produkt fr das keine europische harmonisierte Norm vorliegt, oder das wesentlich von einer harmonisier- ten Norm abweicht, in Verkehr gebracht werden kann.


Evakuierung

Evakuierung meint geordnetes Herausfhren von Personen oder Tieren aus einem Gefahrenbereich in einen anderen sicheren Bereich oder direkt ins Freie.








1     Fassung gemss Beschluss IOTH vom 22. September 2016


Evakuierungsraum

Sicherer Ort innerhalb des Gebudes, welcher durch Flucht- und Rettungswege erschlossen ist und darin Flchtende so lange vor Rauch, Hitze und Flammen geschtzt verweilen knnen, bis sie durch Rettungskrfte gerettet werden (Wartebereiche vor Evakuierungsaufzgen, Fluchtraum aus mehre- ren Etagen in einem Hochhaus usw.). Ein sicherer Verbleib muss mindestens whrend der Feuer- widerstandsdauer des Tragwerkes gewhrleistet sein. Evakuierungsrume bentigen einen direkten Zugang zum vertikalen Fluchtweg.


Experte / Fachingenieur

Der Experte / Fachingenieur fhrt spezifische Kontrollarbeiten von Teilen einer Baute oder Anlage durch und verfasst eine Beurteilung zu Hnden der Eigentmerschaft und der Brandschutzbehrde. Damit  sind  z. B.  Experten  fr  dmmschichtbildende  Beschichtungssysteme  im  Stahlbau  oder Fachingenieure fr Holzbauten oder Holzfassaden gemeint.


Explosionsgefhrdete Rume und Zonen

Als explosionsgefhrdet gelten Rume und Zonen in denen mit explosionsgefhrlichen Stoffen in solchen Mengen umgegangen wird, oder in denen explosionsgefhrliche Stoffe in solchen Mengen gelagert werden, dass beim Versagen der angeordneten Schutzmassnahmen Brnde oder Explosi- onen drohen.

Explosionsgefhrlich sind insbesondere:

?      Explosivstoffe;
?      pyrotechnische Gegenstnde;
?      explosionsfhige Atmosphren von brennbaren Gasen, Dmpfen und Stuben.


Fachperson

Die Fachperson ist die Person, welche die bei der Brandschutzbehrde eingereichten Gesamtkon- zepte oder Einzelnachweise verantwortet.


Fachplaner

Fachplaner bei Bauten und Anlagen sind beispielsweise Tragwerksplaner und HLKSE-Planer. Ne- ben der Fachplanung und Fachbauleitung knnen sie gleichzeitig auch Arbeiten eines Fachplaners technischer Brandschutz ausfhren.


Fachplaner technischer Brandschutz

Die Fachplaner technischer Brandschutz bei Bauten und Anlagen sind beispielsweise Planer fr BMA, SPA, RWA oder RDA. Sie machen die Fachplanung und Fachbauleitung der brandschutz- technischen Anlagen. Teilweise ist eine VKF-Anerkennung als Fachplaner fr die Planung von Ein- richtungen des technischen Brandschutzes (z. B. fr BMA, SPA) erforderlich.


Fahrnisbauten

Provisorische Bauten deren Nutzung fr eine begrenzte Zeit bestimmt ist (z. B. Baracken, Contai- ner, Zelte, Htten, Buden).


Feuergefhrdete Rume und Zonen

Als feuergefhrdet gelten Rume und Zonen, in denen mit feuergefhrlichen Stoffen in solchen Mengen umgegangen wird oder in denen feuergefhrliche Stoffe in solchen Mengen gelagert wer- den, dass beim Versagen der angeordneten Schutzmassnahmen Brnde drohen.

Feuergefhrlich sind insbesondere:

?      leicht entzndbare und rasch abbrennende Materialien;
?      brennbare, fein zerteilte Materialien;
?      selbstentzndliche Stoffe;
?      Stoffe, die in Berhrung mit Wasser brennbare Gase entwickeln.


Feuerwehraufzge

Als Feuerwehraufzge gelten Aufzugsanlagen fr den normalen Gebrauch, die zustzlich so kon- struiert und abgesichert sind, dass sie im Brandfall von der Feuerwehr fr die Intervention oder zur Evakuierung eingesetzt werden knnen.


Feuerwehrsteuerung (Befrderungsanlagen, Phase 2)

Bei aktiver Brandfallsteuerung wird mittels Schlsselschalter in der Feuerwehraufzugskabine die Zusatzsteuerung fr Feuerwehrfahrten eingeschaltet. Die Feuerwehrsteuerung nimmt nur Befehle ber das Bedienerfeld in der Feuerwehraufzugskabine an und aktiviert alle fr einen Feuerwehrein- satz erforderlichen Steuerungszustze.


Feuerwerkskrper

Als Feuerwerkskrper im Sinne der VKF-Brandschutzvorschriften gelten pyrotechnische Gegen- stnde zu Vergngungszwecken der Kategorien 1 bis 4.


Feuerwiderstand

Der Feuerwiderstand kennzeichnet die Widerstandsdauer von Bauteilen gegen die Brandweiterlei- tung unter ISO-Normbrandbedingungen. Er ist die Mindestzeit in Minuten, whrend der ein Bauteil die an ihn gestellten Anforderungen erfllen muss.


Flucht- und Rettungswegplne

Flucht- und Rettungswegplne dienen der Darstellung von Flucht- und Rettungswegen, Lschein- richtungen und ggf. Handfeuermeldern. Sie zeigen einer ortsunkundigen Person den Weg zum nchstmglichen Ausgang ins Freie, zu einem sicheren Ort im Freien (Sammelplatz) oder einem sicheren Ort im Gebude.


Fluchtstrassen

Fluchtstrassen sind horizontale Fluchtwege in Verkaufsgeschften, welche an beiden Enden direkt ins Freie fhrende Ausgnge aufweisen. Mehrere Hauptverkehrswege werden in Fluchtstrassen zu- sammengefhrt.


Fluchtweg

Als Fluchtweg gilt der krzeste Weg, der Personen zur Verfgung steht, um von einer beliebigen Stelle in Bauten und Anlagen an einen sicheren Ort ins Freie oder an einen sicheren Ort im Gebu- de zu gelangen.


Funktionskontrollen

Mit Funktionskontrollen werden die wesentlichen Teile von Brandschutzeinrichtungen auf ihre Funk- tionsbereitschaft berprft. Funktionskontrollen sind in regelmssigen Zeitabstnden durchzufhren.


Galerie1

Eine Galerie ist eine zustzliche, begehbare Ebene innerhalb eines Raumes. Die Galerieflche ist kleiner als die Grundflche des Raumes. Die Grundrissflche des Luftraumes muss mehr als 50 % der Grundflche des Raumes betragen.


Ganzheitliche Betrachtungsweise

Die ganzheitliche Betrachtungsweise einer Brandschutzaufgabe stellt eine umfassende, weitsichtige und weit vorausschauende Bercksichtigung mglichst vieler relevanter Aspekte und Zusammen- hnge dar.

Diese sind fr sich selber, aber auch in ihrer Gesamtheit und bzgl. ihrer Beziehungen untereinander resp. ihrer gegenseitigen Einflussnahme zu beurteilen.

Dazu zhlen insbesondere:

a  Randbedingungen aus der Umgebung, dem Objekt und der Eigentmer- und Nutzerschaft sowie vorgesehener Betriebszustnde;
b  Schutzziele und davon abgeleitete Grssen;
c direkte und indirekte Beziehungen und Querbeziehungen, insbesondere zwischen baulichen, technischen und organisatorischen Massnahmen sowie Massnahmen des abwehrenden Brand- schutzes;
d  Regeln, Werte, Gesetze und Normen;
e  Neben-, Folge- und Wechselwirkungen des Systemverhaltens und absehbare Reaktionen ande- rer im Umgang damit.

Die Optimierung einer konkreten Aufgabe mittels Nachweisverfahren darf die Gesamtheit eines
Brandschutzkonzeptes nicht nachteilig beeinflussen.


Gebudegeometrie

a  Gebude geringer Hhe: bis 11 m Gesamthhe; b  Gebude mittlerer Hhe: bis 30 m Gesamthhe; c  Hochhuser: mehr als 30 m Gesamthhe;
d  Gebude mit geringen Abmessungen: Gebude geringer Hhe, max. 2 Geschosse ber Terrain, max. 1 Geschoss unter Terrain, Summe aller Geschossflchen bis 600 m2, keine Nutzung fr schlafende Personen mit Ausnahme einer Wohnung, keine Nutzung als Kinderkrippe, Rume mit grosser Personenbelegung nur im Erdgeschoss;

e  Nebenbauten: eingeschossige Bauten, die nicht fr den dauernden Aufenthalt von Personen be- stimmt sind, keine offenen Feuerstellen aufweisen und keine gefhrlichen Stoffe in massgeben- der Menge gelagert werden (z. B. Fahrzeugunterstnde, Garagen, Gartenhuser, Kleintierstlle, Kleinlager) wenn ihre Grundflche 150 m2 nicht bersteigt.


Gebudekontrollbuch

Im Gebudekontrollbuch werden Funktionskontrollen, integrale Tests, Wartung und Instandsetzung von Einrichtungen fr den baulichen, technischen und abwehrenden Brandschutz whrend der ge- samten Nutzungsdauer dokumentiert.
1     Fassung gemss Beschluss IOTH vom 22. September 2016


Gefhrliche Stoffe

Als gefhrliche Stoffe im Sinne des Brandschutzes gelten Stoffe und Zubereitungen, die einen Brand verursachen knnen oder solche, die im Brand- oder Explosionsfall eine besondere Gefahr fr Mensch, Tier und Umwelt darstellen.


Gesamthhe1

Die Gesamthhe ist der grsste Hhenunterschied zwischen dem hchsten Punkt der Dachkon- struktion und den lotrecht darunter liegenden Punkten auf dem massgebenden Terrain. Bei den hchsten Punkten der Dachkonstruktion handelt es sich bei Giebeldchern um die Firsthhe, bei Flachdchern um die Dachflche beziehungsweise um den Dachflchenbereich ber dem tiefstge- legenen Teil des massgebenden Terrains. Technisch bedingte Dachaufbauten wie Lift- und Trep- penaufbauten, Lftungsanlagen, Abgasanlagen und Solaranlagen usw. knnen den hchsten Punkt der Dachkonstruktion berragen. Dabei gelten die Bestimmungen der Interkantonalen Vereinbarung zur Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB).


Gesamtleiter

Der Gesamtleiter ist verantwortlich fr die Erfllung der Ziele in der Projektierung und Realisation von Bauten und Anlagen.


Geschossflche

Die Geschossflche ist die allseitig umschlossene und berdeckte Grundrissflche der Geschosse in ihren Aussenmassen ohne Balkone und Terrassen.


Geschosszahl

Als Geschosse zhlen alle Voll-, Dach- und Attikageschosse ber Terrain. Geschosse, welche mehr als 50 % der Summe der Aussenwandflche der Umfassungswnde unter Terrain liegen gelten als Untergeschosse. Zwischengeschosse deren Flche mehr als 50 % der Geschossflche betragen gelten als Vollgeschosse.


Getrenntlagerung

Lagerung unterschiedlicher Waren im gleichen Brandabschnitt, jedoch unter Einhaltung zustzlicher Bedingungen wie etwa die Einhaltung von Schutzabstnden, das Errichten von Trennwnden oder Gittern oder Auffangwannen.


Gewerbliche Kche

Als gewerbliche Kchen gelten Bereiche, in welchen Kochapparate wie Fritteusen, Grill oder Koch- herde aufgestellt und gewerblich betrieben werden.


Grosslager

Lager von pyrotechnischen Gegenstnden mit Bruttogewicht von mehr als 300 kg gelten als Gross- lager.


Hauptverkehrswege

Hauptverkehrswege sind horizontale Fluchtwege in Verkaufsgeschften, welche mehrere Verkehrs- wege zusammenfhren.
1     Fassung gemss Beschluss IOTH vom 22. September 2016


Hinterlftete Fassaden

Hinterlftete Fassaden bestehen aus einer Aussenwandbekleidung, welche dem Schutz gegen Schlagregen dient, und durch einen Hinterlftungsraum von den dahinter liegenden Schichten ge- trennt ist.


Hochhuser

Als Hochhuser gelten Bauten, welche eine Gesamthhe von mehr als 30 m aufweisen.


Hochregallager

Rume zur Lagerung von Gtern in Regalen, welche in Regalgassen angeordnet sind und mit einer
Lagerhhe ber 7.50 m, gemessen ab Fussboden bis Oberkante Lagergut.


Horizontale Fluchtwege

Horizontale Fluchtwege verbinden Ausgnge von Nutzungseinheiten mit dem Freien oder den verti- kalen Fluchtwegen. Horizontalen Fluchtwege knnen als Korridore oder Laubengnge ausgebildet werden.

Sie sind gegenber vertikalen Fluchtwegen mit Brandschutzabschlssen abgetrennt oder fhren ber das Freie in vertikale Fluchtwege.


H-Stze

H-Stze sind Gefahrenhinweise fr Gefahrstoffe. Sie sind zu finden auf Sicherheitsdatenblttern sowie Behlter- und Gebindebeschriftungen resp. -etiketten.


Innenhof (Bauten mit Innenhfen)

Innenhfe sind von Bauten und Anlagen umschlossene Aussenrume ohne berdachung.


Installationsschchte

Installationsschchte sind Brandabschnitte, die durch mehrere Geschosse fhren und der Aufnah- me von Leitungen haustechnischer Installationen und von Abwurfanlagen dienen.


Instandhaltung

Als Instandhaltung gilt die Gesamtheit der Massnahmen (Funktionskontrollen, Wartung, Instandset- zung) zur Bewahrung und Wiederherstellung der vorgeschriebenen ursprnglichen Wirksamkeit so- wie zur Feststellung und Beurteilung des aktuellen Zustands von Brandschutzeinrichtungen oder haustechnischen Anlagen.


Instandsetzung

Instandsetzung umfasst alle Massnahmen zur Wiederherstellung der ursprnglichen Wirksamkeit von Brandschutzeinrichtungen oder haustechnischen Anlagen (Strungsbehebung).


Integraler Test

Der integrale Test ist eine system- und anlagenbergreifende Funktionskontrolle aller Einrichtungen des technischen und abwehrenden Brandschutzes und stellt die Funktionstchtigkeit des Gesamt- systems im Normal- sowie im Ereignisfall sicher. Der integrale Test wird nach erfolgreichen Einzel- tests und abgeschlossener Mngelbehebung durchgefhrt.


Kabel

Als Kabel gelten elektrische und nichtelektrische Energie-, Steuer- und Kommunikationskabel.


Kapselung

Kapselung ist eine allseitige (6-seitige), feuerwiderstandsfhige Bekleidung eines Bauproduktes mit dem Zweck, das bekleidete Bauprodukt vor den Einwirkungen eines Brandes zu schtzen und dadurch dessen brandschutztechnischen Eigenschaften zu verbessern. Eine Kapselung muss auch im Bereich von Durchfhrungen (z. B. Rohrleitung durch ein gekapseltes Wandelement) stets ge- whrleistet sein.


Kastenfenster 

Ein Kasten-, Verbundfenster, Zweite Haut-Fassadenelement oder Closed Cavity Fassadenelement (CCF) ist ein mehrschichtiges Fensterelement, dessen Luftraum zwischen der usseren und der in- neren Verglasung in sich allseitig geschlossen ist.


Kennzeichnung von Fluchtwegen und Ausgngen

Als Kennzeichnung von Fluchtwegen und Ausgngen gelten nachleuchtende, beleuchtete und hin- terleuchtete Rettungszeichen, die Ausgnge und Wege fr jedermann als solche erkennbar ma- chen.


Kindertagessttten1

Der Begriff Kindertagessttte umfasst Kinderkrippen, Kinderhorte. Fr Kindertagessttten gelten die nutzungsbezogenen Anforderungen an Schulen. Die Zuordnung erfolgt nach Kantonalen Vorgaben bzw. sttzt sich auf folgende Rahmenbedingungen:

?      als Kinderkrippen gelten Einrichtungen zur Tagesbetreuung von Kindern bis zum Kindergartenal- ter. Die Grsse der Kinderkrippengruppen betrgt ca. 10 Betreuungspltze. In Kinderkrippen hal- ten sich vornehmlich Kinder auf, die auf Grund ihres Alters dauernd oder vorbergehend auf Hilfe durch das Betreuungspersonal angewiesen sind;

?      als Kinderhorte gelten Einrichtungen zur Tagesbetreuung von Kindern ab dem Kindergartenalter.
Die Grsse eines Kinderhortes betrgt ca. 20 Betreuungspltze. In Kinderhorten halten sich Kin- der auf, die auf Grund ihres Alters nicht oder nur beschrnkt auf Hilfe durch das Betreuungsper- sonal angewiesen sind.


Klassifizierte Systeme

Klassifizierte Systeme sind mehrschichtige Aufbauten, welche als Gesamtsysteme geprft und als
Baustoffe klassifiziert werden.

Beim Einbau von klassifizierten Systemen sind die Einbaubedingungen gemss der Prfung (Dach- neigung, Fugenausbildung usw.) einzuhalten.


1     Fassung gemss Beschluss IOTH vom 22. September 2016


Kleingteraufzge

Kleingteraufzge sind nicht betretbare Aufzugsanlagen nach SN EN 81-3.


Klimaanlagen

Klimaanlagen sind Lftungsanlagen, die die Lufttemperatur und die Luftfeuchtigkeit in einem Raum selbstttig auf vorgegebenen Werten halten. Filtereinrichtungen sorgen fr die Reinigung der Zuluft.


Konformittsbescheinigung

Bescheinigung, in welcher eine notifizierte Bewertungsstelle schriftlich besttigt, dass ein Produkt mit einer bestimmten europisch harmonisierten Norm bereinstimmt und in Verkehr gebracht wer- den kann.


Kontrollbericht Brandschutz

Ein Kontrollbericht Brandschutz wird zu Hnden des Eigentmers und der Brandschutzbehrde durch ein, im Sinne eines Sachverstndigen von der Brandschutzbehrde sowie den Betroffenen (gemss Brandschutznorm, Artikel 3), rechtlich unabhngiges Kontrollorgan Brandschutz verfasst.


Korridore

Korridore sind feuerwiderstandsfhig abgetrennte horizontale Fluchtwege.


Kritisches Verhalten

Als Bauprodukte mit kritischem Verhalten werden Baustoffe eingestuft, welche im Brandfall durch starke Rauchentwicklung, brennendes Abtropfen usw. im Inneren von Bauten und Anlagen sehr schnell zu einer unerwnschten Gefhrdung von Personen fhren knnen. Sie drfen daher im In- nern von Gebuden nicht ohne weitere Schutzmassnahmen verwendet werden.


Lager

Als Lager gilt das Aufbewahren in Behltern und Gebinden von Mengen, die den Tagesbedarf ber- steigen.


Laubengnge

Laubengnge sind horizontale Fluchtwege die auf ihrer Lnge einseitig mindestens zur Hlfte gegen das Freie stndig offen sind.


Leichtbrennbare Flssigkeiten

Flssigkeiten mit einem Flammpunkt unter 30 C gelten als leichtbrennbar. Ebenfalls als leicht- brennbar gelten Flssigkeiten mit einem Flammpunkt ber 30 C, sofern diese in fein verteilter Form (wie Nebel, Aerosol) vorliegen oder ber ihren Flammpunkt erwrmt werden.


Leistungserklrung

Erklrung, mit der der Hersteller die Verantwortung dafr bernimmt, dass das Bauprodukt mit den erklrten Leistungen bereinstimmt.


Leistungskriterien

ber die Leistungskriterien werden die Planungsziele quantifiziert und damit fr einen Nachweis messbar gemacht (Soll-Ist-Vergleich).

Es ist je Planungsziel mindestens ein Leistungskriterium notwendig.


Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis ist ein Soll-Ist-Vergleich der Leistungskriterien. Dieser stellt dar, ob die Leis- tungskriterien im Soll-Ist-Vergleich im definierten Zielbereich liegen.


Lschanlagenkonzept

Bei einem Lschanlagenkonzept werden zu den baulichen Brandschutzmassnahmen VKF- anerkannte, stationre Lschanlagen bercksichtigt.


Lschgerte

Lschgerte sind insbesondere Handfeuerlscher, fahrbare Lscher und Wasserlschposten. Sie sind von Hand bedienbar und dienen der ersten Brandbekmpfung durch die Benutzer von Bauten und Anlagen.

Handfeuerlscher sind tragbare, betriebsbereite Lschgerte, die nach ihrem Lschvermgen und der Eignung des Lschmittels klassiert werden.

Fahrbare Lschgerte sind betriebsbereite Lschgerte, welche mit Rdern versehen sind. Diese
Gerte sind beweglich, grsser und schwerer als Handfeuerlscher.


Lschleitungen

Als Lschleitungen gelten nasse oder trockene Steigleitungen mit Innenhydranten (Anschlussleitun- gen mindesten DN 80), welche der Feuerwehr im Innern von Bauten und Anlagen zur Verfgung stehen.


Luft-Abgas-Systeme (LAS)

Luft-Abgas-Systeme (LAS) sind System-Abgasanlagen mit konzentrischer Anordnung, welche den Feuerungsaggregaten Verbrennungsluft ber den Ringspalt aus dem Bereich der Mndung zufh- ren und die Abgase durch das Innenrohr, Innenschacht ber Dach ins Freie ableiten.


Lufttechnische Anlagen

Als lufttechnische Anlagen gelten insbesondere Lftungs-, Klima- und Absauganlagen.


Lftungsabschnitte

Einzelne Brandabschnitte gleicher Nutzung mit gleichem Brandrisiko, welche unter Bercksichtigung des Brandschutzkonzeptes, zu Lftungsabschnitten zusammengefasst werden. Lftungsabschnitte drfen, unter Bercksichtigung der Brandabschnittsflchen, geschossbergreifend sein.


Lftungsanlagen

Lftungsanlagen erneuern durch Belftung, Entlftung oder Kombination beider Systeme die Raum- luft. Sie knnen mit zustzlichen Einrichtungen zur Filtrierung, Erwrmung oder Befeuchtung der Raumluft versehen sein.


Maschinelle Rauch- und Wrmeabzugsanlagen (MRWA)

Maschinelle Rauch- und Wrmeabzugsanlagen sind fest installierte Einrichtungen, die im Brandfall mittels Ventilatoren und Nachstrmffnungen, Rauch und Wrme kontrolliert ins Freie abfhren.


Massgebendes Terrain

Als massgebendes Terrain gilt der natrlich gewachsene Gelndeverlauf. Kann dieser infolge frhe- rer Abgrabungen und Aufschttungen nicht mehr festgestellt werden, ist vom natrlichen Gelnde- verlauf der Umgebung auszugehen. Aus planerischen oder erschliessungstechnischen Grnden kann das massgebende Terrain in einem Planungs- oder im Baubewilligungsverfahren abweichend festgelegt werden.


Membranfassaden

Membran-, Textil- oder Folienfassaden sind dnnhutige, vorgespannte Wetterschutzkonstruktio- nen. Sie bilden eine eigenstndige Fassadenkonstruktion.


Nachweis

Mit Hilfe eines Nachweises wird eine These qualitativ oder quantitativ besttigt. Ein Nachweis ist kein Konzept, sondern ist in ein solches einzubetten.
In Abhngigkeit des Untersuchungsgegenstandes lassen sich Nachweise auf den folgenden Stufen fhren:

a  Subsystem;
b  System;
c  Gebude.


Nachweisverfahren im Brandschutz

Nachweisverfahren im Brandschutz sind Prinzipien, Regeln und Methoden, die auf wissenschaftli- chen Erkenntnissen basieren und zum Nachweis der Brandsicherheit geeignet sind. Sie umfassen theoretische und experimentelle Anstze zur Anwendung ingenieurmssiger Grundstze und Ver- fahren zur Bewertung des erforderlichen Brandsicherheitsniveaus und zur Bemessung und Berech- nung notwendiger Schutzmassnahmen.

Nachweisverfahren im Brandschutz sind stets in ein gesamtheitliches Brandschutzkonzept einzubet- ten.

In den Richtlinien kann der Begriff Nachweisverfahren stellvertretend fr Nachweisverfahren im
Brandschutz verwendet werden.

Bei den Nachweisverfahren im Brandschutz wird unterschieden zwischen:

a  qualitativem Nachweisverfahren (argumentativer Nachweis), und
b  quantitativem Nachweisverfahren (Nachweisverfahren im Brandschutz).


Natrliche Rauch- und Wrmeabzugsanlagen (NRWA)

Natrliche Rauch- und Wrmeabzugsanlagen sind fest installierte Einrichtungen, die im Brandfall durch den entstehenden thermischen Auftrieb wirksam werden und Rauch und Wrme kontrolliert mittels Abstrm- und Nachstrmffnungen ins Freie abfhren.


Nutzung

Nutzung ist die Art der Zweckbestimmung von Bauten, Anlagen, Rumen und Betrieben. Fr den Brandschutz ist diese von Bedeutung, soweit dafr besondere Anforderungen  einschliesslich der Personengefhrdung  festgelegt sind.


Nutzungseinheit1

Die Nutzungseinheit ist ein Raum oder der Zusammenschluss von Rumen mit funktionell zusam- mengehrender Nutzung (z. B. Wohnung, Arztpraxis, Kombibro, Schulrume, Wohngruppen, Kin- dertagessttten, Hotelsuiten). Alle fr die Flucht notwendigen Rume innerhalb der Nutzungseinheit mssen den Nutzern frei zugnglich sein, so dass diese die Nutzungseinheit ber den Fluchtweg verlassen knnen. Innerhalb einer Nutzungseinheit knnen einzelne Rume als Brandabschnitte ausgebildet sein.


Nutzungsvereinbarung

Die Nutzungsvereinbarung ist eine Beschreibung der Nutzungs- und Schutzziele der Eigentmer- und Nutzerschaft sowie der grundlegenden Bedingungen, Anforderungen und Vorschriften fr die Projektierung, Ausfhrung und Nutzung der Baute oder Anlage. Sie hlt insbesondere die vorgese- hen Nutzungen, Personenbelegung, Brandrisiken und Bedrfnisse des Unterhalts fest.


Parking

Als Parking gelten solche mit einer Grundflche von mehr als 600 m2.


Personenbelegung

Als  Personenbelegung wird die mgliche Belegung eines Raumes auf Grund seiner Eigenschaften bezeichnet. Sie ist abhngig von Grsse und Nutzung der Rume.


Personengefhrdung

Als Bauten und Anlagen mit erhhter Personengefhrdung gelten insbesondere:

?      Bauten und Anlagen mit Rumen mit grosser Personenbelegung, z. B. Verkaufsgeschfte, Ver- sammlungssttten, Schulbauten mit Slen;
?     Bauten und Anlagen, in denen sich Personen aufhalten, die dauernd oder vorbergehend auf fremde Hilfe angewiesen sind, z. B. Krankenhuser, Alters- und Pflegeheime, Heime fr Behin- derte;
?      Bauten und Anlagen mit industriellen oder gewerblichen Betrieben, die grosse brandschutztech- nische Risiken aufweisen, z. B. Chemiebetriebe, Betriebe mit gefhrlichen Stoffen.


Pfosten-Riegel-Fassaden

Pfosten-Riegel-Fassaden bestehen aus tragenden Pfosten mit eingesetzten Querriegeln. In die dadurch gebildeten Einzelfelder sind Isolierglser, Paneele oder Fensterflgel eingesetzt.









1     Fassung gemss Beschluss IOTH vom 22. September 2016


Planungsziel

ber die Planungsziele werden die funktionalen Schutzziele Objekt- und Aufgabenbezogen qualita- tiv festgelegt und damit die Grundlage fr den anstehenden qualitativen oder quantitativen Nach- weis gegeben.

Es kann je funktionales Schutzziel mehr als ein Planungsziel notwendig sein.


Pyrotechnische Gegenstnde

Pyrotechnische  Gegenstnde  sind  gebrauchsfertige  Erzeugnisse,  die  mindestens  einen  Znd- oder Explosivsatz enthalten. Es wird unterschieden zwischen pyrotechnischen Gegenstnden zu gewerblichen Zwecken (Kategorien T1, T2 und P1 bis P3) und pyrotechnischen Gegenstnden zu Vergngungszwecken (Kategorien 1 bis 4).


Pyrotechnische Gegenstnde fr Bhne und Theater (Bhnenfeuerwerk)

Pyrotechnische Gegenstnde der Kategorien T1 und T2 und pyrotechnische Effekte, die fr die Verwendung auf Bhnen im Innen- und Aussenbereich einschliesslich der Verwendung bei Film- und Fernsehproduktionen oder hnlichen Verwendungen bestimmt sind.


QS Verantwortlicher Brandschutz

Der QS Verantwortliche Brandschutz ist fr die Qualittssicherung (Grundleistungen und besondere Leistungen) bei der Projektierung, Ausschreibung und Realisation des baulichen, technischen, or- ganisatorischen und abwehrenden Brandschutzes von Bauten und Anlagen verantwortlich.


Qualittsmanagement Brandschutz

Das Qualittsmanagement Brandschutz beinhaltet alle organisierten Massnahmen zur Sicherstel- lung der Funktionstchtigkeit von Brandschutzmassnahmen whrend des gesamten Lebenszyklus einer Baute oder Anlage.


Qualittssicherung Brandschutz

Qualittssicherung Brandschutz ist die Summe der Handlungen zur Sicherstellung der Funktions- tchtigkeit aller baulichen, technischen, organisatorischen und abwehrenden Massnahmen, zur Ge- whrleistung der Brandsicherheit whrend des gesamten Lebenszyklus einer Baute oder Anlage.


Qualittssicherungsstufe (QSS)

Die Qualittssicherungsstufe (QSS) definiert die Anforderungen an die Projektorganisation, die Qua- lifikation der beteiligten Personen und die Dokumentation.


Rauch- und Wrmeabzugsanlagen (RWA)

Unter dem Begriff Rauch- und Wrmeabzugsanlagen ist die Gesamtheit aller baulichen und tech- nischen Einrichtungen zu verstehen, die als System dazu dienen, im Brandfall Rauch und Wrme aus Bauten und Anlagen kontrolliert ins Freie abzufhren. Dazu gehren auch Entrauchungsffnun- gen sowie ffnungen, durch die Ersatzluft vom Freien nachstrmen oder ein berdruck ins Freie abgebaut werden kann.


Rauchabschnitt

Ein Rauchabschnitt ist ein Bereich innerhalb von Bauten, in welchem durch bauliche Massnahmen (z. B. feste oder bewegliche Rauchschrzen, raumabschliessende Bauteile) eine thermisch aufstei- gende Rauchschicht lokal begrenzt und mit Rauch- und Wrmeabzugsanlagen ins Freie abgefhrt wird. Durch die Bildung von Rauchabschnitten wird verhindert, dass Rauch und Wrme sich unge- hindert im ganzen Brandabschnitt ausbreiten knnen.


Rauchschutz-Druckanlagen (RDA)

Rauchschutz-Druckanlagen (berdruckbelftungsanlagen) sind fest installierte Einrichtungen, die im
Brandfall die durch sie geschtzten Bereiche vor dem Eindringen von Rauch schtzen.


Raum1

Ein Raum ist ein allseitig begrenzter, fr Personen zugnglicher Bereich von Bauten und Anlagen. Seine vertikale Ausdehnung ist auf eine Ebene begrenzt. Galerien und untergeordnete, abgetrennte Bereiche sind nicht als eigenstndige Rume zu betrachten.


Rume mit grosser Personenbelegung

Rume, in denen sich mehr als 300 Personen aufhalten knnen, insbesondere Mehrzweck-, Sport- und Ausstellungshallen, Sle, Theater, Kinos, Restaurants und hnliche Versammlungssttten so- wie Verkaufsrume bis 1200 m2 Verkaufsflche.


Rechenmodell

Ein Rechenmodell ist ein beschrnktes Abbild der Wirklichkeit. Als solches kann es die Realitt nicht in der Gesamtheit erfassen. Mit dem korrekt ausgewhlten Rechenmodell kann der Anwender die fr die konkrete Aufgabenstellung relevanten Parameter hinreichend genau beschreiben und be- rechnen.

Die Anwendungsgrenzen eines Rechenmodells sind zu respektieren.


Regallager

Die Ware wird auf Paletten oder Regalbden in ortsfesten oder verschiebbaren Regalen gelagert.


Reifen und Folgeprodukte

Als Reifen gelten Neu- und Altreifen sowie Karkassen, die zur Aufgummierung bestimmt sind.

Als Folgeprodukte gelten insbesondere zerkleinerte Reifen in Form von Schnitzeln, Granulat, Pulver oder Gummimehl.


Rettungsweg

Als Rettungsweg gilt der krzeste Weg, der der Feuerwehr und den Rettungskrften als Einsatzweg zu einer beliebigen Stelle in Bauten und Anlagen dient. Fluchtwege knnen als Rettungswege die- nen.






1     Fassung gemss Beschluss IOTH vom 22. September 2016


Revisionsunterlagen Brandschutz

Die Revisionsunterlagen Brandschutz beinhalten alle erforderlichen Dokumente zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft aller Einrichtungen fr den baulichen, technischen, organisatorischen und abwehrenden Brandschutz sowie fr das bestimmungsgemsse Funktionieren aller haustechni- schen Anlagen.


Rckholsteuerung bei Befrderungsanlagen

Eine Rckholsteuerung ist eine Steuerung mit Befehlsgebern im Triebwerksraum, mit welcher die Kabine auch dann bewegt werden kann, wenn bestimmte Sicherheitseinrichtungen angesprochen haben. Die Rckholsteuerung muss im entsprechenden Aufstellungsort von Triebwerk und Steue- rung entweder:

?      im Triebwerksraum oder;
?      im Schrank fr Triebwerk und Steuerung oder;
?      auf dem / den Tableaus fr Notflle und Prfungen untergebracht sein.


Schleusen bei Sicherheitstreppenhusern

Schleusen vor Sicherheitstreppenhusern sind durch Brandmeldeanlagen (Teilberwachung) zu berwachen und durch berstrmen von Luft aus den dazugehrenden und mit einer RDA unter berdruck gesetzten Bereichen (Treppenraum, Aufzugsschacht usw.) vollstndig durchsplt (Quer- lftung).


Schttgutlager

Lagerung in loser Schttung.


Schutzziele

Die allgemeinen Schutzziele definieren die gesellschaftlich gewnschten und in der Brandschutz- norm, Artikel 8 aufgefhrten Schutzinteressen.

Fr ein Objekt kann in Abhngigkeit der Aufgabenstellung mehr als ein Schutzziel massgebend sein.

Aus den allgemeinen Schutzzielen leiten sich die funktionalen Schutzziele ab, deren Erreichung durch die Brandschutzplanung sichergestellt werden muss.


Separatlagerung

Lagerung unterschiedlicher Waren in getrennten Brandabschnitten.


SiBe Brandschutz

Der Sicherheitsbeauftragte Brandschutz sorgt gemss Pflichtenheft fr die Brandsicherheit im Rah- men der geltenden Vorschriften. Er ist fr die Einhaltung und berwachung des baulichen, techni- schen und organisatorischen Brandschutzes zustndig und muss ber eine entsprechende Ausbil- dung verfgen.


Sicherer Ort im Freien

Ein sicherer Ort im Freien ist gegeben, wenn sich Personen dort ohne Beeintrchtigung durch das
Brandgeschehen oder anderen Gefahren aufhalten knnen.


Sicherer Ort im Gebude

Sicherer Ort innerhalb des Gebudes, welcher durch Flucht- und Rettungswege erschlossen ist und darin Flchtende so lange vor Rauch, Hitze und Flammen geschtzt verweilen knnen, bis sie durch Rettungskrfte gerettet werden (Horizontale Evakuierung in Beherbergungsbetrieben [a], Wartebe- reiche vor Evakuierungsaufzgen, Fluchtraum aus mehreren Etagen in einem Hochhaus usw.). Die- se Brandabschnitte bentigen einen direkten Zugang zum vertikalen Fluchtweg.


Sicherheitsbeleuchtung

Eine Beleuchtung gilt als Sicherheitsbeleuchtung, wenn sie an eine Sicherheitsstromversorgung an- geschlossen und ortsfest installiert ist. Zur Sicherheitsbeleuchtung zhlt auch die Antipanikbeleuch- tung im Raum.


Sicherheitsstromversorgung

Die Sicherheitsstromversorgung (nachstehend gesamthaft als Stromversorgung fr Sicherheitszwe- cke bezeichnet) muss bei einer Strung der allgemeinen Stromversorgung jederzeit wirksam sein und die erforderliche Versorgungsdauer gewhrleisten.


Sicherheitstreppenhaus

Treppenhaus, das gegen das Eindringen von Rauch und Feuer besonders geschtzt, auf jedem Geschoss nur durch Schleusen oder ber stndig ins Freie offene Gnge und Vorpltze zugnglich ist.


Spezielle Khl- und Lschanlagen

Spezielle Khl- und Lschanlagen sind insbesondere Aerosol-, Gas-, Sprhflut-, Schaum-, Pulver- lschanlagen oder Lschanlagen fr gewerbliche Kochstellen. Sie dienen der Khlung im Brandfall oder dem Lschen von Brnden in den geschtzten Bereichen. Gaslschanlagen fhren nach Vor- warnung gefhrdeter Personen das Lschmittel selbstttig zu den zu schtzenden Bereichen, um den Brand zu lschen.


Sprinkleranlagen (SPA)

Sprinkleranlagen haben im Brandfall zu alarmieren, selbstttig Lschwasser zu den zu schtzenden Rumen zu fhren und den Brand zu lschen oder bis zum Eintreffen der Feuerwehr unter Kontrolle zu halten. Sie knnen zur Ansteuerung und Inbetriebsetzung von Brandschutzeinrichtungen einge- setzt werden.


Spllftung

Eine Spllftung versorgt einen Fluchtweg mit Frischluft und erzeugt einen berdruck, welcher das Einstrmen von Rauch in den durchstrmten Bereich behindert. Die Abstrmffnung ist so anzuord- nen, dass der gesamte Fluchtweg entgegen der Fluchtrichtung mit Frischluft durchstrmt wird.


Standardkonzept

In Standardkonzepten der Brandschutzvorschriften werden die Schutzziele mit vorgeschriebenen Massnahmen erreicht. Abgestuft nach den Kriterien fr Brandschutzanforderungen besteht ein Standardkonzept aus den erforderlichen Einzelmassnahmen aus vorbeugenden baulichen, techni- schen, organisatorischen und abwehrenden Brandschutzmassnahmen.


Stoffe

Natrliche oder durch ein Produktionsverfahren hergestellte chemische Elemente und deren Ver- bindungen.


System-Abgasanlagen

System-Abgasanlagen sind Abgasanlagen, die unter Verwendung kompatibler Bauteile zusammen- gesetzt werden, die von einem Hersteller gefertigt sind, welcher die Produktehaftung fr die gesam- te Abgasanlage bernimmt.


Tagesbedarf

Der Tagesbedarf ist die Menge an gefhrlichen Stoffen, die fr den ungehinderten Arbeitsablauf notwendig ist, respektive die maximale Verkaufsmenge pro Tag (24 Stunden). Die Brandschutzbe- hrde kann die zulssigen Lagermengen beschrnken, wenn das Brandrisiko zu gross ist.


Tanklager

Lagerung von flssigen Gtern in ortsfesten Behltern.


Tragwerk

Als Tragwerk von Bauten und Anlagen gelten die Gesamtheit aller zur Lastaufnahme und Lastablei- tung sowie zur Stabilisierung notwendigen Konstruktionsteile und deren Verbindungen.


Treppenanlagen

Treppenanlagen sind durch Personen begehbare, vertikale Verbindungen wie z. B:

-     Treppenhuser (innenliegende und an Aussenwnde angrenzende);
-     Aussentreppen;
-     Sicherheitstreppenhuser.
Bei entsprechender Ausgestaltung knnen diese die Anforderungen eines vertikalen Fluchtweges erfllen.


bereinstimmungserklrung Brandschutz

Mit der bereinstimmungserklrung Brandschutz besttigt der Eigentmer rechtsgltig die vollstn- dige und fachgerechte Ausfhrung der Baute oder Anlage gemss dem Standardkonzept der Brandschutzvorschriften oder des Brandschutzkonzeptes.


berhohe Rume1

Als berhohe Rume gelten z. B. Ausstellungs-, Industrie-, Produktionshallen usw. mit einer Raum- hhe > 6.0 m.


Umgang mit gefhrlichen Stoffen

Als Umgang mit gefhrlichen Stoffen gelten Ttigkeiten wie Herstellen, Umschlagen (d. h. Fllen und Entleeren von Lagerbehltern mittels Strassentank- oder Bahnkesselwagen, Tankschiffen und Transportleitungen), Abfllen (d. h. Umfllen in Behlter wie Fsser, Kannen sowie das Betanken fr motorische Zwecke), Aufbereiten, Verarbeiten, Verwenden, Umpumpen, Mischen, Reinigen, Wiedergewinnen, Vernichten und Entsorgen.

1     Fassung gemss Beschluss IOTH vom 22. September 2016


Unsicherheit und Fehleranalyse

Im Rahmen einer Unsicherheit- und Fehleranalyse wird untersucht, wie stabil und zuverlssig eine
Lsung ist.

Gngige Methoden sind die Sensitivittsanalyse, die Parameteranalyse, die Fehlerschtzung sowie die Bewertung der proportionalen und exponentiellen Abhngigkeit.

Soweit Unsicherheiten und Unschrfen bzgl. der Zielerreichung bestehen, sind angemessene Si- cherheitsfaktoren oder Sicherheitszuschlge einzufhren.


Verbindungsrohre

Verbindungsrohre knnen als Verbindung zwischen Feuerungsaggregaten (Unterdruckbetrieb) und
Abgasanlagen eingebaut werden.


Verkaufsgeschfte

Als Verkaufsgeschfte gelten solche mit einer gesamten, brandabschnittsmssig zusammenhn-
genden Flche von mehr als 1200 m2.


Verkaufsrume1

Verkaufsrume sind Rume, welche dem Verkauf von Waren dienen, jedoch von deren Grsse her weder unter die Definition Rume mit grosser Personenbelegung noch Verkaufsgeschfte fallen. Fr Verkaufsrume gelten die nutzungsbezogenen Anforderungen an Gewerbe und Industrie.


Verkehrswege

Verkehrswege sind horizontale Fluchtwege in Verkaufsgeschften.


Verqualmungsgefahr

Verqualmungsgefahr ist die Gefahr einer starken, die Rettung von Personen und Tieren erschwe- renden und den Feuerwehreinsatz behindernden Rauchentwicklung und Rauchausbreitung in Bau- ten und Anlagen.


Versand- und Verpackungseinheiten

Versand-  und Verpackungseinheiten sind die fr den Versand vorgesehene Transporteinheiten
(ADR-Transportkartons).


Vertikale Fluchtwege

Als  vertikale  Fluchtwege  dienen  Treppenanlagen,  welche  durch  ihre  bauliche  Ausgestaltung
(Brandabschnittsbildung usw.) im Ereignisfall ein sicheres Verlassen des Gebudes gewhrleisten.


VKF-Brandschutzregister

Das VKF-Brandschutzregister ist das laufend aktualisierte Verzeichnis der VKF-Anerkennungen und VKF-Technischen Ausknften fr Brandschutzprodukte und vom im Brandschutz ttigen Fachfir- men. Weiter wird eine Liste mit allgemein anerkannten Brandschutzprodukten aufgefhrt.




1     Fassung gemss Beschluss IOTH vom 22. September 2016


Vorhangfassaden

Vorhangfassaden bestehen aus geschossbergreifenden Fassadenelementen, welche vor der De- ckenstirne durchlaufen und in diesem Bereich verankert sind.


Wrmedmmverbundsysteme

Wrmedmmverbundsysteme bestehen aus einer auf der Wand aufgebrachten Aussendmmung, welche mit einem Aussenputz hohlraumfrei abgedeckt ist.


Wrmetechnische Anlagen

Als wrmetechnische Anlagen gelten Wrmeerzeugungsaggregate und -einrichtungen insbesonde- re Feuerungsaggregate, Wrmepumpen, Wrmekraftkoppelungsanlagen, Blockheizkraftwerke, Ab- sorberanlagen, Solarwrmeanlagen.

Wrmetechnische Anlagen umfassen das Wrmeerzeugungsaggregat, die Transport-, Verteil-, Steuer- und Sicherheitseinrichtungen sowie Einrichtungen zur Abgasabfhrung.

Feuerungsaggregate sind Wrmeerzeugungsaggregate, die mit festen, flssigen oder gasfrmigen
Brennstoffen betrieben werden.

Raumluftunabhngig sind Feuerungsaggregate, denen die Verbrennungsluft ber Leitungen oder Schchte direkt vom Freien her auf das Aggregat zugefhrt wird und bei denen kein Abgas in ge- fahrdrohender Menge in den Aufstellraum austreten kann.


Wartung

Wartung umfasst alle vorbeugenden Massnahmen zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft und zur Erhaltung des Schutzwertes von Brandschutzeinrichtungen oder haustechnischen Anlagen. Wartungsarbeiten sind in regelmssigen Zeitabstnden durchzufhren.


Wasserlschposten

Wasserlschposten sind fest installierte, dauernd an die Wasserleitung angeschlossene Lschein- richtungen.


Wohnbauten

Als Wohnbauten gelten insbesondere Ein- und Mehrfamilienhuser, Alterswohnungen und Appar- tementhuser.


Zertifikat

Bescheinigung, welche nach den Regeln eines Zertifizierungssystems ausgestellt wird, um Vertrau- en zu schaffen, dass ein eindeutig beschriebenes Produkt, mit einer bestimmten Norm oder einem anderen normativen Dokument konform ist.


Zubereitung

Gemenge, Gemische und Lsungen, die aus zwei oder mehreren Stoffen bestehen.


Zusammenlagerung

Lagerung von Waren unterschiedlicher Gefahrenklassen im gleichen Brandabschnitt.


Zwischenlager

Als Zwischenlager gilt ein kurzzeitiges Bereitstellen (maximal 8 Stunden) fr einen Produktionspro- zess resp. fr eine Auslieferung oder ein kurzzeitiges Abstellen nach einer Anlieferung. Zwischenla- ger sind mit Arbeitsschluss aufzuheben. Bereiche in denen dauernd Waren zwischengelagert wer- den (z. B. Umschlagslager einer Spedition) gelten als Lager.





